Schule


Eine Schule ist in der Chronik erstmals 1649 und 1653 erwähnt, da Ausbesserungsarbeiten ausgeführt werden mußten. 1656 erhielt Altwarp ein neues Schulgebäude. 1673 erhielt die Schule bereits ein neues Dach. 1706 wurde eine neue Schule mit Küsterhaus gebaut. Um 1717 wurde die allgemeine Schulpflicht eingeführt. 1867 wurde ein neues, das abgebildete, Schulhaus erbaut. Es waren 3 Lehrer angestellt. Das Bild zeigt die alte Schule, nachdem sie 2002 instandgesetzt wurde.
Im Laufe der Zeit musste die Schule aufgrund der wachsenden Schülerzahl erweitert werden. Zwei weitere Klassenräume  waren im ehemaligen Küsterhaus, (mittleres Bild) unterhalb der Schule eingerichtet worden. In den 1960er Jahren waren an der Schule ca. sechs Lehrer angestellt.
In der Altwarper Schule wurde bis 1997 unterrichtet.  Die Altwarper Schule schloß 1993 ihre Pforten.
Das Küsterhaus war Eigentum der Kirche und diente dem Küster als Wohnung und weitere zwei Räume wuren als Schulräume genutzt.
Bis 1838 versahen als Schulmeister und Küster gelernte Schuster, Schneider oder dergl. diese Funktion. Der erste Lehrer mit abgeschlossenem Lehrerseminar war Heyn, Johann Friedrich. Er erhielt am 01.19.1833die zweite Lehrerstelle in Altwarp übertragen. Seit Ostern 1838 Küster und erster Leher. Seine Vereidigung fand am 18.09.1838 in der Kirche zu Altwarp statt. 1866 war er noch im Amt.

Ein Küster (Hüter, Wächter), auch Kirchendiener, Sakristan, Kirchner oder Kirchwart, genannt, ist verantwortlich für die Vorbereitung des Kirchenraums und der Sakristei für den Gottesdienst. Mit dem Küsterdienst sind oftmals auch die weitergefasste Betreuung einer Kirche mit Aufgaben eines Hausmeisters (wie die Verwaltung, Instandhaltung und Reinigung des Bauwerks), sowie andere liturgische Dienste, technische oder handwerkliche Tätigkeiten verbunden. Bis zum 19. Jahrhundert übten Küster in Norddeutschland in aller Regel auch die Tätigkeit des Dorflehrers aus. Der Dienst des Küsters wird sowohl haupt- als auch neben- und ehrenamtlich ausgeübt. Angestellte Küster üben einen kirchlichen Beruf aus. Die traditionelle Dienstwohnung ist die Küsterei.
In Altwarp war der Küster zugleich erster Schullehrer, bezog sein  Gehalt aus der Kirchen-Kaſſe; als sonstige Einkommen galte die Dienstwohnung, der Ertrag des Schulackers, Schulgeld und  Accidentien (Nebeneinnahmen, Nebengebühren). Als Organist fungierte der zweite Schullehrer.

Das alte Küsterhaus wechselten mehrfach den Eigentümer. Zur Zeit wird es als Ferienwohnung "Landhaus Amelrode" angeboten. Das Haus wurde  renoviert, und äüßerlich dem früheren Baustil nachempfunden.

Im Hauptgebäude der Schule ist ein "Multibles Haus" für verschiedenste Veranstaltungen eingerichtet worden. Außerdem befindet sich das Arbeitszimmer des Bürgermeisters im Haus, und im Obergeschoss ist die Heimatstube eingerichtet.

Das Schulgebäude als Backsteinbau ist ein typisches Schulhaus, wie es um 1900 in größeren pommerschen Gemeinden errichtet wurde und noch heute in vielen Orten erhalten ist.
Der interessante Name Scheibenhof für eine Baracke, die gegenüber des Küsterhauses steht, gehörte ebenfalls zur Schule. Dort war die Schulküche untergebracht. Für ein kleines Endgeld wurde jedem Schüler ein Mittagessen bereitet. Ein weiterer Raum des Gebäudes diente als Werkraum für den polytechnischen Unterricht.. Die Baracke diente in der Zeit von 1938 bis 1945 als Werkstatt zur Anfertigung von Luftsäcken für Schießübungen auf dem Altwarper Flakschießplatz. Heute gehört das Areal dem Altwarper Bikerclub.